Es war das alternative Filmereignis der letzten zwei Jahre: Das von Jürgen Brüning initiierte und organisierte PornfilmfestivalBerlin erregte im Herbst national und international erhebliches Aufsehen. Nun legen wir nach mit einer dritten Ausgabe und mit einem umfangreichen Rahmenprogramm: das 3. PornfilmfestivalBerlin findet vom 22. bis zum 26. Oktober 2008 statt.
Programmgestalter der dritten Festival-Ausgabe sind Jürgen Brüning, Manuela Kay, Wiebke Hoogklimmer, Jochen Werner und Claus Matthes.
Unterhaltsam, horizonterweiternd, lustig, schamlos, verblüffend und sexy – das kann Porno sein. Das Berliner PornFilmFestival zeigt, wie es geht, denn die Zeiten von unappetitlichen Vorführungen unmotivierten Geschlechtsverkehrs sind vorbei. Beim PornfilmfestivalBerlin kann man in entspannter Atmosphäre Erotik und Sex in künstlerisch-filmischer Umsetzung ganz schamfrei genießen. Öffentlich und entspannt, gemeinsam mit einem kommunikativen und modernen Publikum. Was Public Viewing und Fanmeile für den Sport, das ist das 3. Internationale PornfilmfestivalBerlin für den Sexfilm.
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PRESSEMITTEILUNG vom 29.10.2008
3. PornfilmfestivalBerlin 2008
22.-26.10 2008
in den Kinos Moviemento, Eiszeit & Xenon
3. PornfilmfestivalBerlin ist am Sonntag erfolgreich zu Ende gegangen -
Die Preisträgerinnen und Preisträger
Nach 5 Tagen voller aufregender, erotischer, überraschender und innovativer Filme aus aller Welt ist am Sonntag, den 26.10.2008 das 3. PornfilmfestivalBerlin 2008 zu Ende gegangen. Insgesamt 2.800 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen die insgesamt 105 Lang- und Kurzfilme des Festivalprogramms in den Berliner Festivalkinos Moviemento, Eiszeit und Xenon. Zu den Vorstellungen erschienen zudem mehr als 50 Gäste (RegisseurInnen, ProduzentInnen, DarstellerInnen) und weitere 100 akkreditierte JournalistInnen und FestivalorganisatorInnen aus aller Welt. Weitere 2000 Besucher konnten wir in unserer Nachtbar begrüßen, die jeden Abend im Anschluss an das Kinoprogramm eine bunte Mischung aus künstlerischen und musikalischen Performances anbot.
Im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung am Sonntagabend im Moviemento-Kino wurden die zwei Preise des Festivals vergeben. Eine Jury, bestehend aus den Filmschaffenden Manon des Gryeux (Paris), Charles Lum (New York) und Susanne Sachsse (Berlin) vergab den Preis des Internationalen Kurzfilmwettbewerbs, und Festivalgründer und Kurator Jürgen Brüning selbst vergab erstmals den maleflixxx.tv Award an den besten schwulen Film des Festivals.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des 3. PornfilmfestivalBerlin 2008:
Internationaler Kurzfilmwettbewerb
Passion For Football (Passión por el Futbol)
Spain, 2006, 13 minutes, Rut Suso & Maria Pavón
Statement der Jury des Internationalen Kurzfilmwettbewerbs:
Charles Lum, New York, Filmemacher
Manon des Gryeux, Paris, Filmemacherin & Photographin
Susanne Sachsse, Berlin, Schauspielerin
"Wegen seines heißen, Tabu brechenden GIRLS T-ROOM SEX, wegen seines meisterhaften Sounddesigns und Musikeinsatzes, wegen seiner natürlichen, aber erregenden Darstellung, die zu einem überraschenden und humorvollen Ende führt, das Fußball und seine Fans nicht lächerlich macht, wählte die Jury Passion For Football zum Gewinner des Internationalen Kurzfilmwettbewerbs 2008."
maleflixxx.tv Award:
Claudette
Switzerland, 2007, 63 minutes, Sylvie Cachin
Die Hauptdarstellerin Claudette bereicherte das Festival mit ihrer Anwesenheit, und der Film der Regisseurin Sylvie Cachin zeigte das Portrait einer unermüdlichen Kämpferin für die sexuellen Selbstbestimmungsrechte jedes Menschen jenseits festgelegter Genderkategorien und sexueller Orientierung.
Danksagungen
Der Dank des Festivalteams gilt all unseren Gästen und Zuschauern, die erneut dafür gesorgt haben, dass das PornfilmfestivalBerlin auch im dritten Jahr in einer so freundlichen wie inspirierenden, so kreativen wie kommunikativen Atmosphäre stattfinden konnte. Ferner danken wir all unseren Sponsoren, Kooperations- und Medienpartnern sowie den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die das Festival nicht hätte stattfinden können.
Eine Auswahl von Photos kann via office@pornfilmfestivalberlin.de angefordert werden.
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PRESSEMITTEILUNG vom 20.10.2008
3. PornfilmfestivalBerlin 2008
22.-26.10 2008
in den Kinos Moviemento, Eiszeit & Xenon
SplatterPornSpecial - Über Schnitt-Stellen von Splatter und Pornografie
Zeigen, offenlegen, fragmentieren - die Ästhetiken des Splatterfilms und der Pornografie haben mehr gemeinsam, als der oberflächliche Blick zu offenbaren vermag. Während in den USA bereits seit den späten 80er Jahren feministische Filmwissenschaftlerinnen wie Linda Williams oder Carol J. Clover die strukturellen Ähnlichkeiten dieser beiden body genres (Williams) erforschen, erscheinen derlei Gedankengänge hierzulande noch immer oftmals als Fremdkörper in den festgefahrenen Strukturen von Filmwissenschaft und Filmjournalismus. Mit Katharina Klewinghaus' "Science Of Horror - If The Chainsaw Was A Penis" macht sich nun ein aktueller, in Anwesenheit der Filmemacherin gezeigter Dokumentarfilm daran, mittels zahlreicher, durch Filmausschnitte ergänzter Interviews mit FilmemacherInnen wie AkademikerInnen auf so informative wie unterhaltsame Art und Weise Theorie und Praxis aufeinander treffen zu lassen. Grund genug für uns, in einem Themenschwerpunkt tiefer in die Abgründe der beiden noch immer verfemten Genres abzutauchen - und dort so manche verschüttete Perle zwischen Exploitation, Trash und Avantgarde zu entdecken...
Als unverzichtbarer Leitfaden durch das Special und die wilde Welt des Horrorpornos bietet sich dabei der Vortrag von Stefan Höltgen (Bonn) über "Vampire, Zombies, Mumien und andere Sex-Monster" an. Der filmwissenschaftliche Grenzgänger aus Leidenschaft nimmt darin mit auf eine (durch Filmausschnitte reich bebilderte) Reise durch eine parallele Filmgeschichte - und wer danach noch nicht genug hat, der taucht für 90 Minuten ab ins grelle Trashuniversum von "Edward Penishands"! Spaß garantiert! Das Spektrum des Themenschwerpunktes umfasst weiterhin mit "Forced Entry" (eine echte Wiederentdeckung und ein Geheimtip des Festivals!) und "A Gun For Jennifer" gleich zwei Beispiele des vielleicht umstrittensten und am deutlichsten sexuell aufgeladenen unter den Subgenres des Splatterfilms - des Rape-&-Revenge-Films -, die ihre düsteren Fabeln von Gewalt und Gegengewalt durch die Augen von Täter bzw. Opfer erzählen. Misogynie oder Radikalfeminismus? Entscheidet selbst...
Ganz buchstäblich treffen Sex und Horror in Gestalt der Filmemacher Pierre Woodman und Brian Yuzna in einer langen, so aufschlussreichen wie unterhaltsamen Nacht in Prag aufeinander: "Durch die Nacht mit … Pierre Woodman & Brian Yuzna". Schließlich runden zwei sehr unterschiedliche Variationen auf das Subgenre des Vampirpornos das Special ab: Während Matthew Salibas hochästhetische Hommage an Jess Francos Klassiker "Vampyros Lesbos" lediglich 20 Minuten und eine Reihe von Standbildern benötigt, um seine blutige Mär zu erzählen, holt der letztjährige Gewinner unseres Wettbewerbs, der New Yorker Porno-Auteur Joe Gallant, weiter aus und präsentiert mit "Hell's Kitten. A Vampire Supermodel Love Story" einen fiebrigen Ritt durch eine urbane Höllenvision. Während also draußen der Winter naht, färben sich unsere Leinwände blutrot - und nehmen das Publikum mit auf eine Reihe intensiver Trips… die Nächte werden lang und wild!
Ansichts-DVDs der folgenden Filme können zu Rezensionszwecken angefordert werden:
The Bad Luck Betties (Eröffnungsfilm)
Mu Zi Mei (Abschlussfilm)
Feeling It! (Petra Joy)
Japan Japan (experimenteller Spielfilm / Israel)
George Bataille's Story Of The Eye (experimenteller Spielfilm)
SMS Sugar Man (Spielfilm)
Nina (Dokumentarfilm)
Larry Flynt: The Right To Be Left Alone (Dokumentarfilm)
Uncle's Paradise (Spectrum Asia)
Eine Auswahl von Photos kann via office@pornfilmfestivalberlin.de angefordert werden.
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PRESSEMITTEILUNG vom 06.10.2008
3. PornfilmfestivalBerlin 2008
22.-26.10 2008
in den Kinos Moviemento, Eiszeit & Xenon
Spectrum Asia
Grell, wild, absurd, philosophisch, lustig, bunt, obskur, gewaltsam, profund, düster, nihilistisch, poppig, abgefahren - die ästhetische Vielfalt des asiatischen Sexfilms ist schier unerschöpflich und überragt die im Vergleich nicht selten so starr erscheinenden Formen des westlichen Pornofilms oftmals um ein Vielfaches. Diesem riesigen, hierzulande nahezu unsichtbaren kreativen Potenzial trägt in diesem Jahr auch das 3. PornfilmfestivalBerlin 2008 mit einem Themenschwerpunkt Rechnung, der unterschiedlichste Ansätze der filmischen Auseinandersetzung mit Sexualität in großen Filmnationen wie Japan oder Hongkong oder aufstrebenden Nationalkinematographien wie jener Singapurs oder der Philippinen zusammenfasst.
Den Anfang macht ein Überblick über die kreative Vielfalt des pinku eiga, des unabhängigen japanischen Sexfilms. Seine kreative Energie gewinnt dieser aus einer relativ offenen Form heraus, die insbesondere jungen, experimentierfreudigen Filmschaffenden stilistisch wie inhaltlich nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bietet. (Was, am Rande bemerkt, dazu führt, dass nicht wenige der interessantesten Kreativen des japanischen Gegenwartskinos ihre ersten Schritte mit billig produzierten, aber oftmals überbordend innovativen Pink-Filmen getan haben.) Eine kenntnisreiche Einführung in die Entwicklung und die Geschichte des japanischen Sexfilms bietet zunächst der Mainzer Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger in seinem Vortrag »Pinku eiga, Roman porno & Ero guro. Anmerkungen zum Japanischen Sexfilm«, bevor das Filmprogramm selbst in vier ausgewählten Filmen unterschiedlichste Ansätze des japanischen Sexfilms zusammenführt. Dabei sind hierzulande zum Teil unveröffentlichte Werke etablierter Filmemacher wie SONO Sion, ZEZE Takahisa oder IMAOKA Shinji zu sehen.
Ergänzt wird unsere Auswahl außergewöhnlicher japanischer Genrebeiträge durch einen unterschätzten Klassiker des Hongkonger Exploitation-Kinos der 90er Jahre (Ivan Lai Kai-Mings »Daughter Of Darkness«), Loo Zihans und Kan Lumes elegisches Drama »Solos« (Singapur), sowie ein ausgesuchtes Spektrum faszinierender Kurzfilme von Filmemacherinnen und Filmemachern aus Japan, Singapur, Hongkong und den Philippinen.
... und wer nach diesem Panorama höchst unterschiedlicher Filme, die vor allem durch ihre ästhetische wie inhaltliche Faszinationskraft verbunden sind, noch nicht genug hat, findet beim Stöbern durch das Programm des 3. PornfilmfestivalBerlin's, etwa im innovativ-frechen chinesischen Abschlussfilm »Mu Zi Mei« oder im zutiefst unheimlichen philippinischen Low-Budget-Lesbenhorrorstreifen »Three Days Of Darkness«, noch weitere Belege für die unerschöpfliche Kreativität des asiatischen Sexfilms!
Ansichts-DVDs der folgenden Filme können zu Rezensionszwecken angefordert werden:
The Bad Luck Betties (Eröffnungsfilm)
Mu Zi Mei (Abschlussfilm)
Feeling It! (Petra Joy)
Japan Japan (experimenteller Spielfilm / Israel)
George Bataille’s Story Of The Eye (experimenteller Spielfilm)
SMS Sugar Man (Spielfilm)
Nina (Dokumentarfilm)
Larry Flynt: The Right To Be Left Alone (Dokumentarfilm)
Uncle’s Paradise (Spectrum Asia)
Eine Auswahl von Photos kann via office@pornfilmfestivalberlin.de angefordert werden.
Akkreditierungsanfragen bitte an org@pornfilmfestivalberlin.de.
Alle Anfragen bezüglich Pressevorführungen, Interviewwünsche, Bildmaterial etc. bitte an Michael Höfner, Publicity Director.

