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SPECTRUM ASIA

Grell, wild, absurd, philosophisch, lustig, bunt, obskur, gewaltsam, profund, düster, nihilistisch, poppig, abgefahren - die ästhetische Vielfalt des asiatischen Sexfilms ist schier unerschöpflich und überragt die im Vergleich nicht selten so starr erscheinenden Formen des westlichen Pornofilms oftmals um ein Vielfaches. Diesem riesigen, hierzulande nahezu unsichtbaren kreativen Potenzial trägt in diesem Jahr auch das Pornfilmfestival mit einem Themenschwerpunkt Rechnung, der unterschiedlichste Ansätze der filmischen Auseinandersetzung mit Sexualität in großen Filmnationen wie Japan oder Hongkong oder aufstrebenden Nationalkinematographien wie jener Singapurs oder der Philippinen zusammenfasst.

Den Anfang macht ein Überblick über die kreative Vielfalt des pinku eiga, des unabhängigen japanischen Sexfilms. Seine kreative Energie gewinnt dieser aus einer relativ offenen Form heraus, die insbesondere jungen, experimentierfreudigen Filmemachern stilistisch wie inhaltlich nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bietet. (Was, am Rande bemerkt, dazu führt, dass nicht wenige der interessantesten Regisseure des japanischen Gegenwartskinos ihre ersten Schritte mit billig produzierten, aber oftmals überbordend innovativen Pink-Filmen getan haben.) Eine kenntnisreiche Einführung in die Entwicklung und die Geschichte des japanischen Sexfilms bietet zunächst der Mainzer Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger in seinem Vortrag "Pinku eiga, Roman porno & Ero guro. Anmerkungen zum Japanischen Sexfilm", bevor das Filmprogramm selbst in vier ausgewählten Filmen unterschiedlichste Ansätze des japanischen Sexfilms zusammenführt. Während der inzwischen mit Meisterwerken wie "Suicide Circle" und "Strange Circus" (Berlinale 2006) zu Weltruhm gelangte SONO Sion in seinem selten gezeigten Frühwerk "Dankon - The Man" in düsteren Bildern und ganz ohne Dialoge eine finstere Mär um einen schwulen Polizisten und einen Serienkiller erzählt, entpuppt sich IMAOKA Shinjis "Uncle's Paradise" als absurd-komische Fabel um … naja: Sexsucht, Schlaflosigkeit, Höllenvisionen und riesige Tintenfische. Durchaus profunde philosophische Fragestellungen halten dann Einzug in "Tokyo X Erotica", einem so melancholischen wie psychedelischen Bildersturm von ZEZE Takahisa - einer der "Vier Himmlischen Könige" des pinku eiga. Und OKI Hiroyuki zerlegt in "Tears Of Ecstasy" die Form des Sexfilms mit absurd-hintergründigem Humor zu einem klugen Planspiel - eindrucksvoll unterlegt mit dem Soundtrack John Zorns.

Ergänzt wird unsere Auswahl außergewöhnlicher japanischer Genrebeiträge durch einen unterschätzten Klassiker des Hongkonger Cat-III-Kinos der 90er Jahre: Ivan Lai Kai-Mings "Daughter Of Darkness" erzählt eine blutige Geschichte um sexuellen Missbrauch, Inzest und Rache - und wird gerade durch seine politisch völlig unkorrekten, grellen Slapstick-Spitzen nur noch verstörender! Im größtmöglichen Kontrast zum hysterischen Duktus von Lais dreckigem Bastard von einem Rape-&-Revenge-Film steht die elegische, eher am Arthouse-Kino Tsai Ming-Liangs geschulte Erzählweise von Loo Zihans und Kan Lumes "Solos" (Singapur). In langen, ruhigen Einstellungen werden hier Beziehungsnöte und Leidenschaften in wunderschönen Schwarzweißbildern verhandelt.
Ergänzt wird das Spektrum durch Kurzfilme aus Japan, Singapur, Hongkong und den Philippinen: "RAN-Easter" des verstorbenen Super-8-Undergroundfilmers KAWARAGI Hironao ist ein wilde Zeitreise in die japanischen 80er. "Sex By Nationality" des Pornfilmfestival-Veteranen X'Ho, setzt sich experimentell-persönlich mit der politischen Situation in Singapur auseinander. Von einer anderen Festivalveteranin, Katrien Jacobs aus Hongkong, kommt ihre Betrachtung japanischer Sexualriten in "Sex Brain Melody (Ep. 2)". Aus den Philippinen zeigen wir einen kleinen, unabhängigen Low-Budget-Kurzfilm zum Thema Internetsex, "M2M Eyeball"... und wer nach diesem Panorama höchst unterschiedlicher Filme, die vor allem durch ihre ästhetische wie inhaltliche Faszinationskraft verbunden sind, noch nicht genug hat, der findet beim Stöbern durch das Programm des 3. Pornfilmfestivals Berlin, etwa im innovativ-frechen chinesischen Abschlussfilm "Mu Zi Mei" oder im zutiefst unheimlichen philippinischen Low-Budget-Lesbenhorrorstreifen "Three Days Of Darkness", noch weitere Belege für die unerschöpfliche Kreativität des asiatischen Sexfilms!

JAPAN

Vortrag / Lecture
(in deutscher Sprache / in German)
23.10., 20.30 Uhr, Moviemento 3
Pinku eiga, Roman porno & Ero guro - Anmerkungen zum Japanischen Sexfilm
Marcus Stiglegger, Mainz


Marcus StigleggerEines der populärsten und langlebigsten Genres des populären japanischen Films ist der Softsexfilm. Zuerst von unabhängigen Studios als sog. "Pink Film" produziert, wurde er später von den größeren Studios als aufwändiger roman porno (romantic porno) in den 1970ern weiterentwickelt, bis er in den 1980ern vor allem als Direct-to-Video-Produktion präsent war. Doch die kleinen, subversiven Pink Filme haben sich bis heute halten können und bilden ein eigenes Genre. Da zahlreiche Pink Filme und Roman Pornos Sexualität und Gewalt verschmelzen, können diese als Teil des ero guro- (erotic grotesque)-Phänomens gesehen werden. Diese sexualisierte Darstellung von Folter hat kein Äquivalent im Weltkino und betont den künstlich-performativen Charakter dieser Filme. In Japan wird das als asobi (Spiel) betrachtet. Die billig produzierten Filme besitzen oft einen politischen Subtext und bedienen sich experimenteller Stilmittel. Wie die Filme von WAKAMATSU Koji zeigen, haben Pink Filme das Potenzial radikaler Agitation. Seit den 1960er Jahren drehte Wakamatsu extrem bizarre und gewalttätige Sexfilme mit marxistischem Kontext. Anders als Wakamatsu gelang etwa ISHII Teruo eine Karriere im japanischen Major-Studio Toei. Zugleich können Ishiis technisch hervorragend inszenierte Filme als Paradigma der ero guro-Tendenz gesehen werden.
Bis heute gilt der japanische Sexfilm als einzigartiges künstlerisches Feld der Provokation und des Experiments. Dieser Vortrag will einen Einblick in die weite Welt dieses sehr spezifischen japanischen Genres werfen - mit Blick auf die beim Pornfilmfestival gezeigten Filme.

Dr. phil. habil. Marcus Stiglegger, geboren 1971, lehrt Filmwissenschaft an den Universitäten Mainz und Mannheim, sowie an der Clemson University (USA). Er studierte Filmwissenschaft, Ethnologie, Philosophie und Theaterwissenschaft. 1999 publizierte er seine Doktorarbeit über Faschismus und Sexualität im Film ("Sadiconazista", 2. Aufl.). Stiglegger gab zahlreiche Bücher über Filmgeschichte, -ästhetik und -theorie heraus. 2006 erschien sein Hauptwerk Ritual & Verführung. Schaulust, Spektakel und Sinnlichkeit zur Verführungstheorie des Films. Neben zahlreichen internationalen Vorträgen arbeitet Stiglegger für die internationale Filmkritikervereinigung FIPRESCI sowie als Autor für die Magazine Filmdienst, epd Film, Splatting Image und Testcard. Seit 2002 gibt er ein eigenes Kulturmagazin :Ikonen: heraus (www.ikonenmagazin.de). Er ist Mitglied des Arbeitskreises 'The Asian Impact' der Universität Mainz, Autor für das Brockhaus Lexikon und bereitet gerade ein Buch zum Thema "Japanese Popular Cinema" vor, das 2010 in Edinburgh erscheinen soll.


Dankon - The Man S NX
26.10., 22.15 Uhr, Moviemento 2, mit "M2M Eyeball"

Japan, 1998, 60 Minuten, SONO Sion, ohne Dialoge
Dankon - The ManSeit seinem internationalen Durchbruch mit den surrealen Splatterdramen "Suicide Circle" und "Strange Circus" zählt SONO Sion zu den innovativsten und höchstgehandelten Filmemachern des japanischen Gegenwartskinos. Dass der scheinbar junge Wilde seinerzeit gar nicht mehr so jung war und tatsächlich bereits ein Vierteljahrhundert lang als so kontroverser wie radikaler Dichter, Performancekünstler und Filmemacher tätig gewesen war, ist bis heute kaum bekannt. Mit "Dankon - The Man" zeigen wir einen selten zu sehenden, formal beeindruckenden Film aus der mittleren Phase seines Schaffens. In finsteren Bildern und ganz ohne Worte erzählt Sono darin eine urbane Fabel um einen schwulen Polizisten und einen Serienkiller. Ein grimmiger Vorbote späterer Meisterwerke Sonos, und ein radikales Monument der kreativen Möglichkeiten des japanischen Sexfilms!

An urban fable about a gay police man and a serial killer - an early pink film from one of Japan's most innovative film makers.


RAN-Easter H NX
24.10., 22.15 Uhr, Moviemento 2, mit "Uncle's Paradise"

Japan, 1981, 16 Minuten, KAWARAGI Hironao, ohne Dialoge
RAN-EasterDer einzige fertiggestellte Film des Medizinstudenten und Underground-Filmers Kawaragi. Faszinierende Bilder, die seinen eigenen Mutterkomplex mit Punk und New Wave Musik der 80er Jahre und Anspielungen auf die japanische Tanz- und Theatertradition illustrieren.

In the late 70's, under the influence of the punk and post punk movement, Japanese young filmmakers started to make their own films on Super 8, among them ISHII Sogo, YAMAMOTO Masashi and TSUKAMOTO Shinya. They made new generation films in an original DIY style. Inspired by this new independent film movement, the medical student KAWARAGI Hironao made his first film "RAN-Easter". It combined punk and new wave music with Japanese primitive images and Japanese art performance (Japanese Butoh dance and Noh theatre), and he depicted his trauma as an immoral fantasy, based on his own mother complex. In the film, a mother-fucker fucked his mother and killed her, then he cut off her genitals and masturbated with them. He called the film a "visual scandal" but when famous director OSHIMA Nagisa saw it as a judge at an independent film competition, he called it an "inexcusable film!". After this film, Kawaragi started to make the blockbuster Super 8 cyberpunk / SF movie "Crazy Dolls", but the film fell by the wayside. Kawaragi quit film making after the defeat and became a doctor. He died in 2000 from leukaemia. "RAN-Easter" is the only completed film that he left.


Tears Of Ecstasy (Ekusutashi no namida: Chiin) S NX
24.10., 16.30 Uhr, Eiszeit 2, mit "Sex Brain Melody (Ep. 2)"

Japan, 1995, 60 Minuten, OKI Hiroyuki, japanische Originalfassung mit englischen Untertiteln
Tears Of EcstasyDer pinku eiga ist vor allem deswegen ein solches kreatives Füllhorn, da seine Filmemacher es immer wieder schaffen, seine Regelwerke bis an ihre äußersten Grenzen zu führen, um ihnen die Erfüllung ihrer individuellen Visionen abzuringen. OKI Hiroyuki geht in seinem Meisterwerk "Tears Of Ecstasy" gar noch einen Schritt weiter, indem er das grundlegendste Charakteristikum des Sexfilms - seine Episodenhaftigkeit - gegen ihn wendet und zu seiner Dekonstruktion nutzbar macht. "Tears Of Ecstasy" ist in vieler Hinsicht eine Art Anti-Sexfilm: Den vom Genre vorgegebenen, stetigen Wechsel zwischen Narration und Nummer spitzt Oki zu einem strukturellen Konzept zu - 60 Sequenzen à 60 Sekunden - das in seiner konsequenten Durchführung (inklusive einiger psychedelischer Eskapaden) auch die erotischen Schauwerte des Filmes immer wieder gnadenlos zerschneidet. Über diesen theoretischen Ansatz hat "Tears Of Ecstasy" aber auch absurdeste narrative Vignetten und schreiend komische Abschweifungen zu bieten, so dass hier zu gleichen Teilen Hirn und Lachmuskeln gereizt werden. Selten gingen experimentelle Kunst und Genrekino derart effektvoll Hand in Hand - mit einem Soundtrack von John Zorn!

An experimentally deconstructed version of a pink sex film, including psychedelic escapades and a sound track by John Zorn.


Tokyo X Erotica H NX
23.10., 22.15 Uhr, Moviemento 2

Japan, 2001, 78 Minuten, ZEZE Takahisa, japanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Tokyo X EroticaWelche Zeit ist länger - die vor der Geburt oder die nach dem Tod? ZEZE Takahisa, der gemeinsam mit SATO Hisayasu, SANO Kazuhiro und SATO Toshiki die "Vier Himmlischen Könige" des pinku eiga bildet und inzwischen mit "Moon Child" zum veritablen Blockbuster-Regisseur aufgestiegen ist, erzählt in diesem philosophisch profunden und formal aufregenden Werk auf hochassoziative Weise eine dramatische Liebesgeschichte. Dies beginnt mit dem tragischen Tod des jungen Kenji bei einem (an die realen Attentate der Aum-Sekte erinnernden) Giftgasanschlag in den 90er Jahren, während gleichzeitig seine Exfreundin, die Prostituierte Haruka, von einem Freier erwürgt wird. In einer Reihe scheinbar unzusammenhängender, doch immer wieder aufeinander verweisender Episoden folgt Zeze zunächst einer Gruppe Tokyoter Jugendlicher bei ihren sexuellen Ausschweifungen, bis er schließlich im Jahr 2002 auf rätselhafte Weise Kenji und Haruka wieder aufeinander treffen lässt - auf der Suche nach einer Zukunft jenseits von Ekstase und Gewalt … eine ultimativ rätselhafte wie überwältigend schöne Meditation über Sex und den Tod.

A philosophically profound meditation about sex and death: young Kenji dies in a gift gas attack while his girl friend, prostitute Haruka, is strangled to death. More than ten years later the two meet again, searching for a future beyond ecstasy and violence.


Uncle's Paradise (Ojisan Tengoku) H NX
24.10., 22.15 Uhr, Moviemento 2, mit "RAN-Easter"

Japan 2006, 64 Minuten, IMAOKA Shinji, japanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Uncle's ParadiseHaruo lässt seinen Onkel Takashi bei sich wohnen und ahnt nicht, worauf er sich eingelassen hat: Sobald Onkel Takashi müde wird, nimmt er einfach jede Frau, die ihm über den Weg läuft. Auch der Versuch, mit reichlich Koffein wach zu bleiben, kann ihn nicht davon abhalten, im Schlaf in einen sexuellen Limbus zu verfallen und so seinen Neffen Haruo mit auf einen bizarren Trip in seine Sex-Hölle zu nehmen ... Mit reichlich absurdem Humor und etlichen Seltsamkeiten, wie sie nur das japanische Kino hervorbringen kann gespickt, erzählt IMAOKA Shinji eine bizarre Parabel, die gegen Ende in einen geradezu psychedelischen und doch in seiner Umsetzung entwaffnend simplen Höllentrip kippt. Was das alles zu bedeuten hat, das wissen wohl letztlich nur die Tintenfische, aber hier ist wie so oft im japanischen Kino der Weg das Ziel - und der ist ein wilder und unvergesslicher Ritt!

Haruo's uncle Takashi moves in with him. Whenever he gets tired, he will take any woman available and takes his nephew along on a bizarre trip into sexual hell.


HONGKONG

Daughter Of Darkness (Mie men can an zhi nie sha) L NX
25.10., 22.15 Uhr, Moviemento 2

Hongkong, 1993, 96 Minuten, Ivan Lai Kai-Ming, chinesische Originalfassung mit englischen Untertiteln
Ivan Lais berüchtigter, sträflich unterschätzter "Daughter Of Darkness" ist ein kleiner Klassiker des Hongkonger Cat-III-Kinos der 90er Jahre - jenes dreckig-radikalen Exploitationkinos, das die Grenzen des für erwachsene Kinogänger gerade noch Zeigbaren immer wieder auszuweiten verstand. In einer schier unfassbaren Mixtur aus extremster Gewalt und überdrehtem Slapstick erzählt Lai dabei die Geschichte der von ihrer gesamten Familie misshandelten und schließlich vom Vater brutal vergewaltigten Wei Fong, die an ihre Grenzen getrieben wird und schließlich blutige Rache nimmt. Das Kunststück, das Lai hierbei gelingt, liegt in dem Umstand, dass beide Seiten des Films - Scherz und Schrecken - sich keineswegs organisch verbinden, sondern vielmehr weit auseinanderklaffen, sodass jeder komische Augenblick die dargebotene Gewalt nur noch schmerzhafter erscheinen lässt. Letztlich ist "Daughter Of Darkness" ein Film, der über weite Strecken die postmoderne Neuerfindung des Splatterfilms durch MIIKE Takashi oder Eli Roth vorwegnimmt und ästhetisch seiner Zeit weit voraus war. Ein kleines, schmutziges Meisterwerk und eine lohnenswerte Wiederentdeckung!

After being raped by her father, teenager Mak Wei-Fong plots revenge against her abusive family who kept silent. Police suspect a young teenager who was horrifically abused by her family and raped by her father of finally snapping and slaughtering them all.


Sex Brain Melody (Episode 2): On The Japanese Doll Complex H NX D FT F
24.10., 16.30 Uhr, Eiszeit 2, mit "Tears Of Ecstasy"

Hongkong, 2008, 18 Minuten, Katrien Jacobs, Originalfassung mit englischen Untertiteln
Sex Brain Melody (Episode 2)Japanische Mangas, ihre Ästhetik und Erotik haben weltweit eine Subkultur hervorgebracht, unter anderem auch in Hongkong, wo die Eigentümer aufwändiger Sexpuppen Rollenspiele und Photosessions organisieren.

"The Japanese Doll Complex" explores the influence of Japanese manga on the Hong Kong sex scene. The director documents the recent emergence of extremely beautiful ornate dolls that play host to their owner's emotional and sexual desires, which has spawned a sub-culture of erotic doll photography and costume play.


SINGAPUR

Sex By Nationality S X
26.10., 18.15 Uhr, Moviemento 2, mit "Solos"

Singapur, 2008, 10 Minuten, X'Ho, englische Originalfassung
Sex By NationalityEine kritische Auseinandersetzung des Regisseurs mit seiner Heimat Singapur, das nach außen als liberal und tolerant auch gegen Homosexuelle gelten will und das im Kern doch repressiv, zensurorientiert und obrigkeitsgeleitet ist.

"Sex By Nationality", by the Singaporean Ho, is "dedicated to repression in Singapore", a country that (he believes) wants to have its cake and eat it too by appearing fairly liberal and open to the world. In keeping with that win-win national character, the film's homage is to 'compensate' for the repression with "an unexpurgated tale of homosexual desire". If anything, it is to show what Singapore would want the world to know - that she has gay-tolerance neatly circumscribed in her progress agenda. However, notwithstanding the contorted rationale there, X' Ho isn't about to test that open-ness by submitting his homage for censorship approval back home.


Solos S NX
26.10., 18.15 Uhr, Moviemento 2, mit "Sex By Nationality"

Singapur, 2007, 68 Minuten, Zihan Loo & Kan Lume, ohne Dialoge
SolosEine Liebesaffäre zwischen Schüler und Lehrer und ihr langes Ende, ausgeführt in statischen, langen Einstellungen und ohne Dialoge. Während die Mutter den Verlust ihres Sohnes schmerzhaft wahrnimmt, gibt sich dieser ganz und gar seinem Lehrer hin.

This mysterious, inventive film from Singapore uses a taboo subject - the sexual relationship between a male teacher and male student - to explore the fallout from an all-consuming love affair. Inspired by true events, "Solos" was banned in its home country for sexual explicitness and tells its story from a distance, giving its characters, who remain nameless, an iconic feel.
What makes "Solos" most radical to 21st century audiences is precisely what makes it cinematic to the core: There is no dialogue. But it would be incorrect to call the film silent, as it makes full use of ambient noise, creating an aural atmosphere that equals the striking digital cinematography. Most of the film is shot in static long-shot, making the silence of the characters palpable and their emotions raw. Though it focuses largely on the prolonged breakup of the student and teacher, the film gives much of its weight to the boy's mother, who acutely feels the loss of her son. Scenes of the teacher and student having sex, arguing and eating are juxtaposed with scenes of the mother, alone and in her omnipresent nightgown, retreating deeper into her world of isolation and melancholy.
Co-directors Kan Lume and Zihan Loo (who wrote the screenplay and also plays the student) demonstrate a flair for poetic imagery, deadpan humor and, most importantly, profound sympathy for their characters.


PHILIPPINEN

M2M Eyeball S NX
26.10., 22.15 Uhr, Moviemento 2, mit "Dankon - The Man"

Philippinen, 2008, 45 Minuten, Crisaldo Pablo, Tagalog Originalfassung mit englischen Untertiteln
M2M EyeballEine Kollektion kurzer, schwuler Momente zwischen philippinischen Männern - vom Cruising bis zum Internetsex.

"M2M Eyeball" is a collection of vignettes of psycho-sexual encounters by Pinoy males who go for same sex cruising or meet-up through the internet. One is mischievously making his own video scandals and posting them on the internet while another takes pleasure in collecting them. A Bi-couple attempts a tryst and another falls for a trick. This is not a movie but just a collection of short vignettes of male-to-male sexual encounters.


Abkürzungen:
H = Heterosexuell, S = Schwul, L = Lesbisch, T = Transgender, NX = enthält keine expliziten Sexszenen, X = enthält explizite Sexszenen, D = Dokumentarfilm, FT = Fetisch, SW = Sexwork (Filme zum Thema Sexarbeit und Prostitution), F = Filme von Frauen, A = Animationsfilm