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"Achtung: FSK 18" in der Galerie Tristesse deluxe
Ausstellung vom 20. Oktober bis 17. November 2007
Öffnungszeiten Dienstag - Samstag 14.00 - 20.00 Uhr
Eintritt: 2 Euro
Einlass ab 18 Jahren

Tristesse deluxe, Wallstr. 15, 10179 Berlin - Mitte, U-Bhf. Spittelmarkt www.galerietristesse.org


Das 2. Pornofilmfestival Berlin und die Galerie Tristesse deluxe präsentieren die Ausstellung "Achtung FSK 18" - Vol.2 vom 20. Oktober bis 17. November. Verschiedene Künstler zeigen zum Thema Pornographie Positionen von Malerei, Photographie und Installationen. Darüberhinaus präsentiert "Achtung FSK 18" - Vol.2 Performances, Musik, Literatur und Vorträge zum Thema.

"Achtung FSK 18" - Vol.2 kuratiert von Nelja Stump und Karin Kruse nähert sich verschiedenen Haltungen zum Thema. Aus feministischer Sicht gibt es derzeit mindestens drei Deutungen:
Pornographie ist eine männliche Kultur und degradiert Frauen zu Objekten und Gebrauchsgegenständen.
Pornographie ist eine akzeptierte, aber noch immer nicht sonderlich respektierte Form, sich körperlich auszudrücken und den Körper selbstbestimmt einzusetzen.
Pornographie räumt Frauen die Möglichkeit ein, über ihre weibliche Sexualität zu kommunizieren und eigenständig Bilder zu produzieren, darzustellen und zu bewerben.
Die Ausstellung wird über den feministischen Fokus hinaus verschiedene Positionen der Genderdiskussion umfassen und nicht nur die "traditionelle" heterosexuelle Sicht beleuchten.

Teilnehmende Künstler:
Bruce LaBruce (Toronto, Peresprojects)
Dean Sameshima (L.A., Peresprojects)
Matt Greene (L.A., Peresprojects)
Paul Graves (New York)
Mode 2 (London)
Nancy Jones (New York)
Veenom (Paris)
Carl Abrahamsson (Stockholm)
Vivienne Maricevic (New York),
Nino Jäger (Vienna)
Martina Pisbach (Hamburg)
Laurent Benaim (Paris)
Bill Tong (Paris)
Esther Wauters aka Microporn (Brussels)
Kerstin Buchwald (Berlin)
Leo Tesch (Berlin)
Marc Lafon (Paris)
Hanspeter Ludwig (Giessen)
Alex D. (Rostock)
Tor Seidel (Berlin)
Hubertus Leischner (Berlin) Special Opening 21 October

"Achtung, FSK 18" - Vol.2 Vernissage
Samstag, 20. Oktober 2007, 19.00 Uhr
Pornomusik von Housemeister, Cat Geisheim und Diana Dart
Pornovisuals von Loveley Spot Nelja & Sir Götz von Ztög


Sonntag, 21. Oktober 2007, 19.00 Uhr
Extra Opening "Fuck`n Dreams". Großformatige Arbeiten auf Leuchtkästen von Hubertus Leischner, (Porno-Regisseur und Künstler). Art-Sex-Performance mit Porno-Darstellerin Maria Mia und Live-Musik von Robert Meyer.

Hubertus Leischner"Fuck'n Dreams"

Seltsame Bilder von Hubertus Leischner - Ausstellung im Rahmen der "Achtung - FSK 18 Vol.2" Ausstellung der Galerie Tristesse Deluxe

In zehn ausgewählten Bildern aus 2005-2007 mixt Hubertus Leischner fantastischen Realismus mit pornografischer Poesie zu bizarren Traumwelten. Die großformatigen Mischtechniken werden auf Leuchtkästen in einem abgedunkelten Galerietrakt präsentiert und untermalt von Klangcollagen, die Robert Mayer zu den Bildern komponiert hat.

Die "Romantik-Pop-Atmoshäre" von Leischners Bildern mildert ihre sexuelle Reizattacken etwas ab. Zu übersehen sind sie trotzdem nicht. Denn Leischner betreibt Pornografie auf künstlerischer Ebene. Im Gegensatz zur reinen Pornografie, die Selbstzweck ist, ist Sex bei ihm jedoch erzählerisches Mittel und nicht der alleinige Inhalt.

Doch Vorsicht - Sex lockt! Hat sich ein Betrachter einmal in die Bildwelten hinein locken lassen, wird er nicht selten mit den Abgründen seiner eigenen Lust konfrontiert. Er muss feststellen, einen Köder geschluckt zu haben, dessen Haken es zu verdauen gilt.

Hubertus Leischner, geb. 1967 in Bonn, studierte an der FH Düsseldorf und Köln Kommunikationsdesign und Illustration. Nach dem Studium entwickelte er seine freie Kunst zunächst neben Tätigkeiten als Art Director und Illustrator für Medien, Kultureinrichtungen und Werbeagenturen (Men's Health, Penthouse Magazin, Spiegel Reporter, WDR Köln, Konzerthaus Berlin, K2 Inline Skates, Jung von Matt, BBDO ...), bevor er sich für eine sinnverwandtere Arbeit zu seinem künstlerischen Hauptthema entschied. Seit 2001 führte er in über 250 Pornofilmen von INFLAGRANTI FILM Berlin Regie. Hubertus Leischner lebt und arbeitet in Berlin.

Künstlerische Entwicklung: Bis 1998 klassische Zeichnungen und Gemälde, Bilderbücher für Erwachsene. Seit 1998 Arbeit am Computer-Zeichentableau, Experimente mit Computer spezifischen Strukturen, "Comic-Style" (1.Preis der Nordische Comic Art - Hamburg 2001). Herauskristallisierung von Erotik und Sexualität als Hauptthema, bzw. Bestandteil der Bilderzählung. Seit 2001 "Fotografik" (Kombination aus Digital-Fotgrafie und Zeichnung/Malerei), "Fantastischer Realismus", Fokussierung auf sexuelle und erotisch-pornografische Themen.

Das Hardcoremovie "Küche - Kiste - Bett" (Inflagranti Film Berlin) von Hubertus Leischner hat am 27.10.09 im Kant 1 Premiere.


Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

Donnerstag, 25. Oktober 2007, 17.00 Uhr, Eintritt: 2 Euro
Vortrag und Buchpräsentation/Lecture and book presentation (in englischer Sprache)
"C'Lick me, Scratch Me, Gurgle Me: on Netporn's Libidinal Parasites and Overexposure Therapy"

[mehr].....

Donnerstag, 1. November 2007, 20.00 Uhr, Eintritt: 2 Euro
Vortrag von Adina Popescu - Elena Ceausescus' Geheimnis

Diktatur und Pornographie. Nach dem Untergang des kommunistischen Blocks wurde eine der größten Pornosammlungen in Elena Ceausescus Teil des Palastes gefunden.
Schauspieler Mario Mentrup liest Passagen aus Maxim Biller's Buch "Die Tochter" (ursprünglicher Titel des Romans "Porno").

Samstag, 3. November 2007, 20.00 Uhr, Eintritt: 4 Euro
"Xtreme Art Bukkake" - eine erotische Literatur-Performance im Rahmen von "Fuck'n Dreams" - Arbeiten von Hubertus Leischner. Von und mit Leander Sukov und Julietta Barrientos (Texte und Lesung), Sascha Mersch (Klavier und Gesang) und Maria Mia (Porno-Aktrice, Performance)

Hubertus Leischneranschließend:

"Art Lounge" mit Musik von Robert Meyer.

Screening "Küche-Kiste-Bett" Hardcorefilm von Inflagranti-Film Berlin, Regie: Hubertus Leischner



Donnerstag, 8. November 2007, 20.00 Uhr, Eintritt 2 Euro
Vortrag von Dr. Laura Méritt "PorYes - Feministische Pornografie"

Innerhalb der Diskussion um Porno gab es immer auch die weibliche Meinung, dass die gezeigte Sexualität positiv ist und das die Aktivisten durchaus Spaß haben, an dem was sie tun. Ein Überblick der letzten 30 Jahre mit Filmclips und Diskussion.

Donnerstag, 15. November 2007, 20 Uhr, Eintritt: 2 Euro
Porno und Literatur

Eine spoken-pornographic-word Performance von Poetry Slam Artist Wolf Hogekamp, Lesung mit Simon Elson "Mitteleuropäisches männliches Licht".

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