Does it really hurt? Selbstporträt eines Freaks
Photoausstellung von Yashima Mishto - Vintage prints
@ AB Project Berlin, Torstrasse 96, Berlin 10119
Vernissage: Freitag, 19. Oktober 2007, 19 Uhr
Ausstellung: 20. Oktober - 7. November, 2007
Einlaß ab 18 Jahren
"My mother conceived me on a sofa of Beograd few decades ago. She gave birth in pain (as previously ordered). Immediately it was evident that I was not the ideal baby…or maybe yes? However, I fulfilled any gender expectations. My "rare property" made my childhood difficult. During my adolescence I joined a Circus tour, the Amazing Alexey Borovic Circus and a second life began. In a world of freaks all of us were normal, but Mr. Borovic, the impresario. In A.B. Circus I found love (the Fairly Girl), a family and friends. I found the identity that the bigger world has been stolen…there…among people with "rare properties" so far away from mine and, thus, so close…" Anonymus.
Yashima Mishto lebt und arbeitet seit 2003 in Berlin. 1994 fing er an zu photographieren, und die tiefen Gewässer des Erotismus zu erforschen. Er arbeitet ausschließlich mit nicht-professionellen Models, eine Tatsache, die ihm dazu verhilft, die eigene verborgene Sexualität zu beschreiben: den Exhibitionismus sowie die Fantasien einer Metropolenkultur, jenseits der sexuellen Reife. Nach dem ersten Misserfolg während eines öffentlichen Auftritts in 2002, wurde Yashima zu einer Frau, gespielt von einem seiner Models. Erst 2007 fühlte er, dass die Zeit dafür reif war, sein Männliches ‚Ich' wieder anzuziehen, ohne in einer sexuellen Definition eingeordnet zu werden. Yashima negiert nämlich die dominierenden Kategorien, die sowohl Männer als auch Frauen in ihrer Gender-Definition beeinflussen. Er versteht den Erotismus als Kommunikationsmedium, mit dessen Hilfe die Triebe am Werk erforscht werden können.
Ausstellungen (unter anderem):
Bologna 2005, Rome 2006, Messina 2006, Berliner-Liste 2006, Festival of European Photography (Reggio Emilia, Italy 2007).
Info: http://www.yashimamishto.com; http://www.ab-project-berlin.com/
Perfomances zu Eröffnung:
Anlässlich der Photoausstellung ‚Does it really hurt?' verwandeln sich die Räumlichkeiten der AB Project Galerie in eine lebendige Darstellung des Lebens eines ‚freak' Protagonisten, mittels einer Performance des "Maledictus Freak Circus" - eines Berliner Kollektivs aus Tätowierern, Piercing- und Performancekünstlern bestehend, die sich zu einem ‚Freak Show' Zirkus entschließen. Eine Show, die die Konvergenz ihrer Erfahrungen wiedergibt: die Mitglieder versuchen, in Zeiten einer annähernden Apokalypse, sich an den allgemeinen Kommunikationsbruch anzupassen. Durch Löcher schauen sie in sich hinein, um die eigene Identität zu erkunden. Für sie heißt es mehr Haut und weniger Körper - die Masse wird reduziert, um mehr Oberfläche zu gewinnen.
"CAPTAIN SPACE SEX" Hans Ferdinand Romberg
Der seit 1990 in Berlin lebende Autodidakt begann bereits zur Schulzeit, Musik und Theater zu verbinden. In Berlin entwickelte Captain Space Sex 1991 seine `GALACTO-BEAT´ Solo-Show mit selbstproduzierter elektronischer Musik, Gitarre und Gesang. Mit Kostümdesignern, Licht-und Videokünstlern zusammen veranstaltete er Partys. Er entdeckte für sich die Copy-Art und verknüpfte sie mit Videos zu einer Installation auf der Bühne. Kostümiert in futuristisch-erotischen Anzügen bügelte er mit wilder live Gitarre über Electro Beatz und wurde zu einem Pionier des Electro Clash. "Cyber-Rock`n Roll" nannte Captain, der auch als Fotomodell arbeitete, 1993 seine ersten Technoiden Glam Punk Aufnahmen. Seither produziert er Musik, Computer-Animation und Videos. Im Herzen ein spielerisches Kind, bringt er seine Show mit Euphorie auf die Bühne.
www.spacesex.org
The event is curated by AB Gallery in partnership with CUM2CUT Festival.

